Markt Peißenberg feiert 100. Geburtstag

Mit einer ganzen Festwoche feiert die Gemeinde Peißenberg im kommenden Jahr die Markterhebung vor genau 100 Jahren. Das Programm an insgesamt elf Veranstaltungstagen ist vielfältig – unter anderem werden in diesem Rahmen auch der Bayerische Bergmannstag und das Gaufest gefeiert.

Peißenberg – Das Jahr 1919 war ein turbulentes: Zum ersten Mal durften Frauen wählen, in Bayern wurde für kurze Zeit die Räterepublik ausgerufen und am 1. März wurde die „Landgemeinde Unterpeißenberg in die Klasse der Märkte mit städtischer Verfassung“ eingereiht. So wird dieses historische Ereignis in Max Billers „Heimatlexikon“ des Marktes Peißenberg beschrieben. Zugleich wurde der frisch gekürte Markt dazu berechtigt, ein Wappen anzunehmen und zu führen und den Ortsnamen „Peißenberg“ zu tragen.
 

„Das hat die Selbstverwaltung gebracht“, erklärte Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni bei einem Pressetermin zu den Festtagen, die im kommenden Jahr anlässlich „100 Jahre Markt Peißenberg“ gefeiert werden – und zwar ausgiebig. Ganze elf Tage dauert die Festwoche von 19. bis 30. Juni 2019. Dazu wird ein Festzelt auf dem Peißenberger Festplatz aufgebaut, das 3000 Personen Platz bietet. Unter anderem dort wird ein vielfältiges Programm geboten, zum Beispiel mit Boxen, Blasmusik mit den „Musikatzen“, einem Familiennachmittag, einem Oldtimertreffen, einem politischen Abend und einer Zeltparty mit den „Lederrebellen“ (Programm siehe Kasten). Ein Flyer im Kleinformat liegt derzeit überall in Peißenberg und den umliegenden Gemeinden auf. Im Rahmen der Festwoche findet am Samstag, 22., und Sonntag, 23. Juni, der Bayerische Bergmannstag statt. Gleichzeitig feiert der Knappenverein Peißenberg sein 30-jähriges Bestehen. Zuletzt war Peißenberg 1999 Austragungsort des Bayerischen Bergmannstages. Die Festwoche endet am 30. Juni mit dem 74. Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung.

„Wir hatten vor zwei Jahren die Idee, seit einem Jahr stehen die Verträge“, sagt der Vorsitzende des „Trachtenvereins Markt Peißenberg“, Anton Höck. Seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen und das Programm steht schon eine Weile. Jetzt gehen die einzelnen Vereine in die Detailplanung. „Es gibt hunderte von Feinheiten, die zu beachten sind, von den Einladungen bis zu den Fürbitten in der Kirche“, sagt Höck.

Zumindest einer der Beteiligten hat bereits Erfahrung mit einem großen Fest: Der Markt Peißenberg hatte heuer beim Bezirksmusikfest bereits die Gelegenheit, sich auf die Festwoche vorzubereiten. „Für die Verwaltung war es in diesem Jahr ein Probelauf, der für meine Begriffe sehr gut funktioniert hat“, sagte Vanni. Aber weil in Peißenberg schon das nächste Ereignis ansteht, habe es bereits erste Gespräche mit der Feuerwehr und der Polizei für die Festwoche 2019 gegeben.


Kathrin Hauser (Weilheimer Tagblatt)
Ralf Ruder (Foto)

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